Dazu schreibt Boris Sieverts vom „Büro für Städtereisen“:
Die Vorgänge rund um die Entwicklung auf dem ehemaligen KHD-Areal entlang der Deutz-
Mülheimer Straße sind einer der eher lautlosen Skandale in dieser an Vieles gewohnten Stadt. Kein
spektakulärer Gebäudeeinsturz (Stadtarchiv), keine vom Grundbruch bedrohte chemische Deponie
(Kalkberg), kein Millionenvertrag für einen eigens geschaffenen Geschäftsführerposten (Börschel-
Affäre). Stattdessen: Sandwüsten bis zum Horizont und langsam vor sich hin rottende
Industriedenkmäler und Rohbauruinen. Wer die (verschachtelten) Hintergründe dieser surrealen
Landschaft erfährt, kommt aus dem Staunen allerdings nicht heraus. Die Stadtrevue hatte sich in
ihrer Juniausgabe die Mühe gemacht, diese Hintergründe detailliert aufzudröseln.
Die dabei gesammelten Kenntnisse und Erkenntnisse sprengten den Rahmen des Stadtmagazins
und riefen nach Weiterbearbeitung und öffentlicher Verhandlung:
Mit „STADTDEBATTE No 1 – VOM GOLDRAUSCH ZUR GEISTERSTADT: IST MÜLHEIM SÜD NOCH
ZU RETTEN?“ leisten Stadtrecherche e.V. und die Stadtrevue einen weiteren, wichtigen Beitrag
zur Aufarbeitung dieser ebenso unsäglichen wie unendlichen Geschichte, aber auch zu der Frage:
Wie kann es weiter gehen auf diesem zweitgrößten Entwicklungsareal im Kölner Stadtgebiet (nach
Kreuzfeld)? Ein wichtiger Termin für alle, die sich für Stadtentwicklung in Köln interessieren.

