Stadtrecherche Post No. 1

Keine Atempause Geschichte wird gemacht es geht voran! (Fehlfarben, 1980)

Neues aus der Maastrichter 49

Liebe Unterstützer und Freundinnen der Stadtrevue,

ja, es geht voran, sogar schneller, als wir uns das erhofft haben. Wie Ihr vielleicht schon in Dezember­-Ausgabe der Stadtrevue gelesen habt, hat das Kölner Amtsgericht die Aufnahme der Stadtrevue Verlagsgenossenschaft in das Genossenschafts­register bereits bewilligt. Die Gründung der Genossenschaft ist damit erfolgreich abgeschlossen. Es gibt sie also noch, die guten Nachrichten.

Jetzt kann die Genossenschaft den Stadtrevue-Verlag aus der Insolvenz herauskaufen und seine Existenz langfristig sichern. Mehr als 125 Freunde und Freundinnen der Stadtrevue haben bereits Anteile an der Genossenschaft gezeichnet, manche haben auch gleich mehrere gezeichnet. Der Kauf des Stadtrevue-Verlags durch die Genossenschaft ist damit gesichert. Um den unabhängigen und kritischen Lokaljournalismus der Stadtrevue auch langfristig auf eine solide Basis zu stellen, brauchen wir aber noch mehr Genossinnen und Genossen. Also, wer noch nicht dabei ist, hier geht’s lang>>

Auch der Unterstützerverein der Stadtrevue, der Stadtrecherche e.V., hat bei der Gründung der Genossenschaft Hilfestellung geleistet, unter anderem durch ein Darlehen für Notarkosten usw. für die Zeit, in der die Genossenschaft noch über keine finanziellen Mittel verfügte. 20 Mitglieder hat der Verein aktuell. Er finanziert sich durch die Mitgliedsbeiträge und, worüber wir uns besonders freuen, durch Spenden. Dorothee S. etwa spendete 500 Euro und erklärte, insbesondere der Artikel über das Sündenwäldchen habe ihr außerordentlich gut gefallen. Uns übrigens auch. Der Wald der Sünden ist mittlerweile geräumt, aber den Artikel von Paul Jennerjahn aus der Oktoberausgabe kann man immer noch nachlesen>>

Und das erste Recherche-Projekt ist auch schon in Sicht: Von der Zoobrücke blickt man in Richtung Norden auf ein Baugebiet, das den Namen Mülheimer Süden bekommen hat – Schauplatz von Strukturwandel und Marktversagen. Unter anderem sollten hier 4500 Wohnungen auf 46 Hektar entstehen, unweit der Innenstadt. Gebaut ist bis heute fast nichts davon. Stattdessen verfallen denkmalgeschützte Gebäude. Unkraut wuchert dort, wo die Abrissbagger schon tätig waren. Bauunternehmen melden Insolvenz an. Und in der Stadt fehlt es weiterhin an bezahlbarem Wohnraum und Räumen für Kunst und Kultur. Wie passt das zusammen? Wer ist für den Stillstand verantwortlich? Das will die Stadtrevue herausfinden. Der Stadtrecherche e.V. unterstützt diese Recherche mit 1.500 Euro. Die Veröffentlichung ist für die April-Ausgabe geplant. Weil wir auch künftig solche Recherchen unterstützen wollen, freuen wir uns über neue Mitglieder, aber auch über Spenden>>

Und wo wir schon bei Köln-Mülheim sind: Hier ist Udo Kier aufgewachsen, der Bösewicht vom Dienst, Dracula-Darsteller und Fassbinder-Komplize, der im November im Alter von 81 Jahren gestorben ist. 2004 hatte Martin Klein ihn für die Stadtrevue interviewt. Wer Köln und Kino liebt und sich auch gerne an Udo Kier erinnert, sollte das Interview noch einmal nachlesen. Es lohnt sich.

Ob die Bäume in Köln ehrlicher sind als die in Los Angeles? Dazu haben wir ausnahmsweis keine klare Meinung.

In diesem Sinne
Beste Grüße aus dem Vereinsleben!
Jürgen Salm

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